Vier Frauen, vier Generationen und ein verschollenes Gemälde, das sind die Grundelemente eines Debütromans, den uns heute Magda Birkmann von der Buchhandlung Ocelot ans Herz legt. Auf der Suche nach eben jenem Bild, das dem jüdischen Mann ihrer Urgroßmutter von den Nazis geraubt wurde, wird die junge Protagonistin Hannah mit der Geschichte und den (vererbten?) Traumata ihrer Familie und ernsten, ewig aktuellen Fragen zum Thema Mutterschaft und Selbstverwirklichung konfrontiert. „Ein sehr spannender, flott erzählter, gehobener Unterhaltungsroman mit erfrischend klischeefreiem Bezug zum heutigen Berlin“, so unsere Bücherpatin. Man merke der Autorin Alena Schröder an, selbst hier zu leben und die Stadt wirklich zu kennen. | lk

Alena Schröder, „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“, Verlag: dtv, 2021, 366 Seiten

 

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