Erzählungen über das sagenumwobene Berlin der 1920er Jahre schießen derzeit ja aus dem Boden wie die Grunewalder Pilze. Sei’s in Romanen, Hörspielen, Filmen oder schillernden Fernsehserien. Das Bild, das in den fiktionalen Werken meist transportiert wird, ist eins des Sündenbabels, der verruchten, verlotterten und doch so verlockenden Metropole an der Spree. Wer jedoch erfahren will, wie die Stadt damals wirklich beziehungsweise durch die Augen berühmter zeitgenössischer Autorinnen und Autoren aussah, ist mit dem heutigen Lektüretipp bestens bedient. „Ein schönes Buch, um die Seele baumeln zu lassen und sich mal durch das Berlin längst vergangener Tage führen zu lassen“, so Axel Mischke von der Buchhandlung Franz Mehring. | lk

Erhard Schütz (Hrsg.), „Glänzender Asphalt. Eine Stadtrundfahrt durch Groß-Berlin 1920 - 1933“, Verlag: B & S Siebenhaar, 2020, 208 Seiten

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