Man mische Sand, Natriumcarbonat und Pottasche, erhitze alles bis auf etwa 1.500 Grad und fertig ist: Glas. Gut, so einfach ist die Glasherstellung nun doch nicht. Wer es genauer wissen und sich vielleicht selbst einmal im Glasblasen ausprobieren will, der fährt mit dem RE5 nach Klasdorf und wandert vom Bahnhof drei Kilometer in die Glasmachersiedlung Glashütte. Rund 20 Handwerker und Händler ließen sich in Glashütte nieder und bieten ihre Waren feil, die sie hier herstellen. Darunter einige Glaskünstler, die neben handgefertigten Dekorationsund Gebrauchsgegenständen auch Workshops in der Kunst des Glasblasens anbieten. Auf der Suche nach dem besonderen Geschenk lohnt sich deshalb ein Besuch des Museumsshops des Glasmuseums oder eines der in unmittelbarer Nähe befindlichen Glasateliers.

Die Tour ist für Familien gut geeignet, denn es gibt einen Spielplatz und einen Naturlehrpfad und natürlich viel zu sehen. Mobilitätseingeschränkte Besucher können im Museumsdorf ein Wandermobil ausleihen. Mit seinen breiten Ballonreifen lässt es sich von einem Helfer gut über das weitläufige und teilweise unebene Gelände schieben. So können sich Rollstuhlfahrer auch den Naturlehrpfad erschließen. Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude von 1907 ist in seinem ursprünglichen Bauzustand erhalten. Heute laden im Bahnhof Klasdorf ein Café zur gemütlichen Rast und drei Ferienwohnungen zum Übernachten ein, um das stille Baruther Urstromtal mit seinen typischen Dünen zu erkunden.

Das Museumsdorf Baruther Glashütte ist ein Ensemble aus Ofenhäusern und Werkstattgebäuden sowie Wohnhäusern, Schule und Gasthof und geht auf das Jahr 1716 zurück. Am Glasofen finden Vorführungen statt und Besucher können selbst Glas blasen. Die Galerie Packschuppen und das Museum laden zu wechselnden Ausstellungen ein. Nach einem Rundgang durch die Siedlung sollten Sie sich Zeit nehmen für das größte Gebäude des Denkmalortes: das Museum in der Neuen Hütte. Dort zeigen Ausstellungen, was alles zur Glasproduktion benötigt wurde, und dass hier einst Lampenschirme und dann Gärballons entstanden.

Wenn Sie nach der Besichtigung der Neuen Hütte den Wanderweg zum Bahnhof Klasdorf nicht wieder zurücklaufen möchten, dann können Sie die Tour auch als Rundweg gestalten. Denn der straßenbegleitende Radweg des Rundkurses 8 der Flaeming-Skate führt von Glashütte in den kleinen Ort Klasdorf und von hier weiter entlang der Klasdorfer Bahnhofsstraße zum Bahnhof. Dieser Rundweg ist mit 7,3 Kilometer nur wenig länger als der Wanderweg.

 

Die Tourempfehlung „Viel Puste für Zerbrechliches“ mit Offlinekarte und nützlichen Serviceinfos gibt’s mit DB Ausflug kostenlos aufs Smartphone. Über den roten Button in der App geht es direkt zur Reiseplanung anhand der aktuellen Fahrplandaten. Dauer: 5 h, Strecke: 7 km

 

Anreise
Hinfahrt: Mit dem RE5 von Berlin Hbf bis Klasdorf Glashütte, z. B. um 9.18 Uhr
Rückfahrt: z. B. um 17.28 Uhr
Fahrzeit: ca. 1 Stunde 15 Minuten

Ticket-Tipp
Das Brandenburg-Berlin-Ticket kostet 29 € und kann von Gruppen bis zu fünf Personen genutzt werden. bahn.de/brandenburg

Museum in der Neuen Hütte
Hüttenweg 21, 15837 Baruth/Mark, OT Glashütte
Tel. 033704-980914
museumsdorf-glashuette.de
Öffnungszeiten im Dezember: Di – So 10 – 17 Uhr, 23.12. – 26.12. sowie 30.12. – 01.01. geschlossen
Januar und Februar: Mi – So 10 – 17 Uhr
Erwachsene: 5,50 €, Kinder bis 6 Jahre: frei, Kinder und Jugendliche (7 – 15 Jahre): 3,00 €

 

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