Globale Solidarität, geteilte Verantwortung – so lautete das diesjährige Motto des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember, den die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 1988 jährlich ausruft. Verschiedenste Organisationen erinnern zu diesem Datum an das Thema HIV und AIDS. Sie ermutigen die Menschen, aktiv zu werden und sich solidarisch mit Infizierten, Kranken und den ihnen Nahestehenden zu zeigen. Auch die S-Bahn Berlin pflegt seit langer Zeit ihr ehrenamtliches Engagement für die AIDS-Hilfe Berlin und ließ sich in diesem speziellen Jahr etwas ganz Besonderes einfallen.

Die jungen Auszubildenden und andere engagierte Mitarbeiter der S-Bahn Berlin hatten die Idee zur „größten Spendendose Berlins“ und dem sich dahinter verbergenden Sonderzug, der dieses Mal jedoch nicht auf dem Ring verkehren, sondern – coronagebremst – stehenderweise auf Gleis 10 des Ostbahnhofes Spenden sammeln sollte. Zwölf Auszubildende begleiteten die Aktion und informierten über das Leben mit HIV beziehungsweise AIDS in unserer Gesellschaft. Ziel war es, dafür zu sensibilisieren, wie wichtig ein Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung ist.

 


Herzens- und Generationenprojekt anlässlich des Welt-AIDS-Tages: Harry Krogmann mit den beiden Auszubildenden der S-Bahn Berlin Sarah und Abrar.
Foto: André Groth

 

Einer der Mitinitiatoren des AIDS-Hilfe-Engagements der S-Bahn, das bis ins Jahr 1987 zurückreicht, ist Harry Krogmann. Er hatte einen an AIDS erkrankten Kollegen im Sterbeprozess begleitet und brachte anschließend mit drei seiner Kollegen den damals noch in Westberlin verkehrenden „Weihnachtszug“ auf die Schiene. „Mein Herz hängt schon extrem an diesem Projekt“, sagte der 64-jährige Triebfahrzeugführer, der just an diesem 1. Dezember nach 36 Dienstjahren für die S-Bahn Berlin in die verdiente Rente ging.

Auch wenn dieses Mal der Zug nicht wie gewohnt durch Berlin fahren konnte, kamen doch fast 700 Euro an Spenden zusammen. Die S-Bahn Berlin bedankt sich bei allen Spendern, denn fest steht: jeder Euro, der zum Zwecke der besseren Aufklärung und Prävention gespendet wurde, ist ein wichtiger Euro. Auch zu Zeiten, in denen ein ganz anderes Virus die Schlagzeilen beherrscht, darf die Bekämpfung des HI-Virus und die Behandlung von AIDS nicht in Vergessenheit geraten. | lk

 

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