Praxis statt Theorie, das war Claudio Wiegmann bei der Wahl seines Lehrberufs wichtig. „Und ich bin schon immer sehr technikinteressiert, deshalb habe ich mich für die Ausbildung zum Mechatroniker bei DB Regio Nordost entschieden“, sagt der Berliner. Die Bahn sei für ihn zudem ein interessanter Arbeitgeber gewesen – wegen der Größe des Unternehmens und der Möglichkeit, später auch an anderen Standorten tätig sein zu können. Seit Mai dieses Jahres ist er nun Azubi und aktuell im Werk in Berlin-Lichtenberg im Einsatz.

Gemerkt, dass er lieber praktisch tätig sein will, das hat Claudio Wiegmann während seines vorherigen Studiums. „Ich habe angefangen, Ingenieursinformatik zu studieren, da programmiert man später zum Beispiel Baumaschinen – aber das war mir zu viel Arbeit am PC“, sagt er. Jetzt lernt Claudio Wiegmann alles zum Thema Wartung und Instandhaltung von Zügen, wird in die Arbeit mit den dazu notwendigen Maschinen eingeführt und darf vor allem viel anpacken.

„Das macht mir auch am meisten Spaß, die Arbeit mit den Händen“, erzählt der 22-Jährige. „In der Werkstatt gibt es gut zu tun und die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich.“ Er und seine Kollegen seien in der Ausbildungswerkstatt direkt an ein Werkstück gesetzt worden. „Das schätze ich sehr, dass wir uns ausprobieren können und Fragen stellen dürfen“, sagt Claudio Wiegmann.

Einer Herausforderung für ihn werde später wohl die Elektrotechnik werden, gibt der Auszubildende zu. „Denn da geht es viel um Berechnung, das ist anspruchsvoll.“ Doch er sei zuversichtlich, auch das zu meistern.

Als ausgebildeter Mechatroniker kann Claudio Wiegmann dann rund um den Zug eingesetzt werden. Im dritten Lehrjahr steht noch eine Spezialisierung auf dem Plan, um herauszufinden, was den einzelnen Auszubildenden besonders Spaß macht und liegt.

„Unsere Azubis müssen sowohl die elektrischen als auch die mechatronischen Komponenten beherrschen“, macht Ausbilder Axel Schütze deutlich. „Wir brauchen Allrounder, die einen Radsatz wechseln und eine Lampe tauschen können.“ Wer eine Ausbildung zum Mechatroniker beginnen wolle, der müsse Interesse an Technik und Schienenfahrzeugen mitbringen, Motivation und Konzentrationsfähigkeit – weil auch in gefährlichen Bereichen gearbeitet werde, erläutert Axel Schütze weiter. „In den Fächern Mathe und Physik sollten die Bewerber ebenfalls gut abgeschnitten haben – und sie sollten nicht zwei linke Hände mitbringen, sondern den praktischen Bezug haben.“

 

Die Ausbildung zum Mechatroniker dauert dreieinhalb Jahre. Schule und die Arbeit im Betrieb wechseln sich ab.

Weitere Infos unter karriere.deutschebahn.com

image_printdrucken