Tickets & Tarife | 2019/09 - 9. Mai, S. 8


Volle Flexibilität – den ganzen Tag


Die Tageskarte lohnt sich schon ab der dritten Fahrt


Tageskarte
Foto: S-Bahn Berlin
 

Den ganzen Tag mit der S-Bahn Berlin entdecken – möglich wird das mit der Tageskarte, die ab 7 Euro (Tarifbereich Berlin AB) erhältlich ist. Damit lohnt sich der Kauf bereits ab der dritten Fahrt. Und: Auch Nachtschwärmer kommen noch auf ihre Kosten. Denn das Ticket gilt nach Mitternacht weiter – bis 3 Uhr.

Warum also den Tag nach einem ausgedehnten Frühstück nicht mit einer Streetart-Tour durch Berlin beginnen? Künstler aus der Hauptstadt, aber auch viele internationale Größen der Szene, haben Hauswände mit überlebensgroßen Kunstwerken zu neuem Leben erweckt. Alle Kunstwerke sind gut mit S- und U-Bahn oder dem Bus erreichbar. Alles Wissenswerte dazu und viele weitere Tipps für Ausflüge, die mit der Tageskarte zum Vergnügen werden, hat die S-Bahn auf washastduvor.berlin zusammengestellt.

Wer es im Anschluss etwas ruhiger angehen will, dem seien etwa die grünen Oasen der Stadt ans Herz gelegt – zum Beispiel der Steppengarten im großen Tiergarten. Zwischen dem Brandenburger Tor und dem S-Bahnhof Potsdamer Platz wachsen zahlreiche Stauden und Gräser. Angelegt wurde der Garten bereits vor 66 Jahren – und wäre im Zuge der Neugestaltung des östlichen Tiergartens 2009 beinahe in Vergessenheit geraten. Brennnesseln und anderer Wildwuchs hatten die zarten Pflanzen fast völlig verdrängt. Nur dank einer Gruppe von Gärtnern und Gartenarchitekten, die seit 2011 den Steppengarten ehrenamtlich pflegen, konnte die empfindliche Pracht gerettet werden.

Prachtvoll und vor allem vielfältig geht es auch im Comenius-Gartenin Neukölln zu – nur zehn Minuten Fußweg vom gleichnamigen S-Bahnhof entfernt. Auf einer Brachfläche im Böhmischen Dorf wurde er Anfang der 1990er-Jahre nach den Vorstellungen des tschechischen Universalgelehrten Johann Amos Comenius angelegt. Ob Kräutergärtchen, Veilchenbeete, Rosenhain, Teich und Streuobstwiese – hier hat alles eine Bedeutung. Wer mehr über den rund 7.000 Quadratmeter großen Garten erfahren will, der sollte im Vorfeld eine Führung vereinbaren.

So viele Eindrücke – das muss man erst mal sacken lassen. Und wo könnte das besser funktionieren als in einer von Berlins zahlreichen Kiez-Kneipen? Auch davon sind viele bequem mit der S-Bahn erreichbar. Einmal in Neukölln, bietet sich zum Beispiel ein Besuch der „Hugo Ball“-Bar an. Dank rustikalem Holzboden und meditativer Rasselmusik fühlen sich die Gäste hier rundum wohl.

jm