Ausflüge | 2019/07 - 4. April, S. 18


Ausflug in die Reformstadt der Moderne


In Magdeburg beschäftigen sich zwei Ausstellungen mit dem Umfeld des Bauhauses


Bauhaus
Expressionistischer Entwurf: Der Pavillion für den Schokoladenhersteller Hauswaldt von
Architekt Carl Krayl aus dem Jahr 1922. Foto: KHM Magdeburg


Magdeburg hat sich in den 1920er Jahren als „Stadt des Neuen Bauwillens“ deutschlandweit einen Namen gemacht. Mit der Gartenstadt-Kolonie Reform des bekannten Architekten Bruno Taut beispielsweise, die in den Jahren 1911 bis 1938 erbaut, zu den frühen Beispielen der deutschen Gartenstadtbewegung zählt.

Oder der Stadthalle, die zum Hauptwerk der Architekten Johannes Göderitz, Wilhelm Deffke und Albin Müller gehört und als Prototyp des Neuen Bauens gehandelt wird. Auch finden sich heute noch in der Otto-Richter-Straße die von Carl Krayl realisierten expressionistischen Fassadenbemalungen der „bunten Stadt“.

Anlässlich des Jubiläumsjahres „100 jahre bauhaus“ lohnt sich nun – neben der genannten Architektur – der Besuch zweier Ausstellungen: Zum einen zeigt das Kulturhistorische Museum Magdeburg noch bis zum 16. Juni in der Sonderausstellung „Reformstadt der Moderne. Magdeburg in den Zwanzigern“ wie sich Magdeburg nach dem Ersten Weltkrieg schnell sehr modern aufstellte.

Zum anderen rekapituliert das Forum für Gestaltung e. V. bis 14. Juli in der Ausstellung „Stefan Wewerka. Dekonstruktion der Moderne“ das Schaffen des vielseitigen Künstlers, der bei Max Taut Architektur studierte und später unter anderem für die Bauhaus-Manufaktur Tecta Möbel entwarf.

 

Anfahrt: Mit dem RE1 fährt man bis Magdeburg Hauptbahnhof. Von dort aus sind beide Ausstellungshäuser fußläufig zu erreichen.
Kulturhistorisches Museum Magdeburg
Otto-von-Guericke Straße 68 -73
39104 Magdeburg
khm-magdeburg.de

Forum Gestaltung e. V.
Brandenburger Straße 10, 39104 Magdeburg
forum-gestaltung.de