Bahnhöfe | 2018/23 - 6. Dezember, S. 12


Vom Rost- zum Hochleistungsbahnhof mit cleverem Verkehrskonzept


Volles Programm am Ostkreuz – Bahnhofsfest informiert über Verbesserungen


Von dem einst als „Rostkreuz“ verspotteten Bahnhof ist nichts mehr zu sehen. Wer in den vergangenen Wochen am Ostkreuz ein-, um- oder ausgestiegen ist, hat noch einmal erlebt, was es heißt, „unter dem rollenden Rad“ zu arbeiten.

Ostkreuz
Die Fahrgäste profitieren von einem komplett barrierefreien Bahnhof mit Regionalverkehrshalten in der Stadt- und Ringbahnebene sowie dem Richtungsstatt Linienbetrieb für die S-Bahn. Wer hier umsteigt, hat kurze Wege zwischen S-Bahn und Regionalverkehr. Grafik: DB Netz
 

Unter Hochdruck  setzten Bauleute und -planer alles daran, um nach zwölf Jahren Bauzeit den finalen Zustand zu erreichen. Das bestätigt Projektleiter Christian Welzel von DB Netz: „Der wesentliche Schwerpunkt der Umbauplanung war es bis zur letzten Bauphase, den Eisenbahnverkehr über die ganze Bauzeit mit möglichst wenigen Einschränkungen aufrecht zu erhalten.

Rückblickend können wir sagen, dass dies gelungen ist und von den unvermeidlichen Sperrungen abgesehen über zwölf Jahre der Umbau aus den fahrenden Zügen heraus beobachtet werden konnte.“


Die Zeit der stetig wechselnden Bauphasen und veränderten Betriebszustände ist sehr zur Freude der Fahrgäste vorbei. Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember präsentiert sich ein moderner und komplett barrierefrei erreichbarer Bahnhof.

Ostkreuz
Blick auf das Ostkreuz aus der Vogelperspektive: So sah es 2006 vor dem Umbau aus …
 

Ostkreuz
… und so sieht der moderne Verkehrsknotenpunkt aktuell aus. Fotos (2): DB Netz/euroluftbild.de


Für die Fahrgäste der S-Bahn sind nun wieder das dritte und vierte Gleis in Richtung Innenstadt eingebunden, die Regionalbahnen aus Lichtenberg sind nach Ostkreuz verlängert und der Regionalbahnsteig für die Ostbahn auf der Stadtbahnebene geht ans Netz (m  Grafik).

„Das bringt deutlich mehr Fahrplanstabilität und auch die Möglichkeit, die S 75 wieder über Ostkreuz bis Ostbahnhof zu fahren“, gibt Welzel einen Ausblick auf den Fahrplanwechsel.

Um Fahrgästen und Interessierten die Verbesserungen vorzustellen und zu zeigen, was noch geplant ist, wird am 9. Dezember informiert und gefeiert (Programm m  unten).

Die Hauptrolle spielt bei all dem natürlich das Ostkreuz, das nach 50 Bauphasen eine moderne Verkehrsstation geworden ist, die „nebenbei“ mit rund 1.500 Zughalten täglich auch Deutschlands Bahnhof  Nummer eins ist.

 

Claudia Braun