Kundenbetreuung | 2018/21 - 08. November, S. 6


Für mehr Sicherheit im Bahnverkehr


Bundespolizei verbietet gefährliche Werkzeuge


Im Berliner S-Bahnnetz sind jährlich über 440 Millionen Reisende unterwegs. Wo so viele verschiedene Menschen aufeinandertreffen, kommt es leider auch zu Konflikten. Wenn allerdings Waffen im Spiel sind, können auch kleinere Auseinandersetzungen schnell in Gewalt ausarten. Das beobachtet die Bundespolizei, die für die Sicherheit im Bahnverkehr zuständig ist, seit einiger Zeit speziell an den Wochenenden: „Die Intensität der Gewaltfälle im Bahnverkehr hat zugenommen. Dem wollen wir entgegenwirken und Straftaten sowie Verletzungen verhindern“, erklärt Matthias Lehmann von der Bundespolizeidirektion Berlin.

Bundespolizei

Foto: Bundespolizei

Deshalb wurde nun – wie schon für einen Test im Juni – erneut das Mitführen von gefährlichen Werkzeugen im Bahnverkehr per Allgemeinverfügung verboten. Fahrgäste und Bahnhofsbesucher dürfen keine Werkzeuge, die als Waffen dienen können, bei sich tragen – darunter fallen Messer jeglicher Art, Reizgas, Schlaggegenstände und ähnliches.

Das Verbot gilt seit 1. November bis zum 31. Januar 2019 jeweils in den Nächten von Freitag zu Samstag und von Samstag zu Sonntag in der Zeit von 20 bis 6 Uhr für alle  S-Bahn-, Regionalbahn- und Fernbahnverbindungen zwischen Zoologischer Garten und Lichtenberg sowie für alle dazwischenliegenden S-Bahn-, Regionalbahn- und Fernbahnhöfe. Plakate auf den Bahnhöfen und Durchsagen im Zug machen auf die Regelung aufmerksam.

Die Einhaltung des Verbotes an den relevanten Bahnhöfen wird durch Beamte der Bundespolizei überwacht und kontrolliert. Bei Verstößen droht ein Bußgeld und die Gegenstände werden sichergestellt. Den gerade neu gekauften Besteckkasten dürfen Fahrgäste selbstverständlich auch am Freitagabend in der S-Bahn nach Hause bringen. „Die Kollegen kontrollieren mit Augenmaß“, versichert Matthias Lehmann.    

Information
www.bundespolizei.de/agv-berlin