Ausflüge | 2018/12 - 28. Juni, S. 11


Immer wieder Neuruppin – Fontanestadt-Kenner berichten


punkt 3-Gewinner Erna und Bodo Heuer empfehlen einen Tagesausflug


Das Auto steht bei Erna und Bodo Heuer „eigentlich nur noch in der Garage rum“, wie beide zugeben. Seit mehreren Jahren haben der 80-jährige und seine ein Jahr ältere Frau nun schon das VBB-Abo 65plus. Sie nutzen das Seniorenticket täglich, besonders gern natürlich für Ausflüge. „Um nur einige zu nennen: Wir haben damit Ziele wie Wittenberge, Cottbus und Frankfurt (Oder) angesteuert“, berichtet Bodo Heuer.

Eines ihrer Lieblingsziele ist jedoch Neuruppin, das sie mehrmals im Jahr besuchen. „Als Anwohner des S-Bahnrings erreichen wir Neuruppin in rund einer Stunde“, sind sie begeistert und liefern ihren Fahrweg gleich dazu. „Zuerst mit der  S 8 oder S 85 bis Bornholmer Straße, von dort mit der S 25 nach Hennigsdorf und danach mit dem stündlich fahrenden RE 6 in 32 Minuten zum Bahnhof Neuruppin, Rheinsberger Tor.“

punkt 3 Gewinner

Erna und Bodo Heuer starten vom S-Bahnhof Storkower Straße zu ihren Ausflügen – ­besonders gern nach Neuruppin. Mit  ihrem gewonnenen Brandenburg-Berlin-Ticket wollen sie Freunde einladen, das Umland zu entdecken – vielleicht Neustrelitz.
Foto: André Groth

Wer sich in Neuruppin, das für seine klassizistische Innenstadt berühmt ist, noch nicht so gut auskennt, dem raten die Rentner, sich gleich im Bahn­hofsgebäude umzusehen. Dort ist der Tourismus-Service BürgerBahnhof untergebracht und „hält viele Informationen bereit“, so die Heuers.

Das Berliner Ehepaar gehört bereits zu den Fontanestadt-Kennern und spaziert meist zunächst durchs Zentrum zur Seepromenade. Sehenswert – ­sowohl von außen als auch innen – ist das Museum Neuruppin, das größte klassizistische Bürgerhaus der Stadt. Die neu konzipierte Dauer­ausstellung präsentiert die Ur- und Frühgeschichte im Ruppiner Land sowie die Stadtgeschichte bis in die Gegenwart. Dabei widmet sie sich auch Neuruppiner ­Persönlichkeiten wie Karl Friedrich Schinkel, Wilhelm Gentz und Theodor Fontane und entführt die Besucher in die bunte Welt der Neuruppiner Bilder­bogen, für die die Stadt einmal international bekannt war.

Am Ruppiner See, mit 14 Kilometern übrigens der längste See Brandenburgs, empfehlen Erna und Bodo Heuer, ein Fahrgastschiff zu nehmen: „Es gibt vielfältige Touren durch die Seenlandschaft.“ Die Heuers selbst genießen die Gastronomie entlang der Seepromenade und schwärmen von preiswerten Gerichten.

Blick auf den Ruppiner See

Blick auf den Ruppiner See vom Bollwerk aus:
So schön ist Neuruppin und immer einen Tagesausflug wert, meinen die Heuers.
Foto: TMB-Fotoarchiv/Frank Liebke

„Gut gestärkt erkunden wir weiter die Stadt und erreichen den Tempelgarten an der Wallanlage“, nennen sie eine weitere Sehenswürdigkeit. Dabei handelt es sich um einen historischen Garten, einst angelegt für Kronprinz Friedrich, der später als Friedrich der Große in die Geschichte eingehen sollte. Seine heutige Gestalt erhielt der Tempelgarten ab 1853 durch die Neuruppiner Kaufmannsfamilie Gentz, die unter anderem die Villa nach arabischer Baukunst, das Gärtnerhaus mit stilisiertem Minarett und vieles mehr erbauen ließen.

„Vor der Rückfahrt nach Berlin lassen wir den Tagesausflug mit einem Glas Wein am Neuen Markt ausklingen“, sind sich die Heuers ein weiteres Mal einig.

Claudia Braun

Nutzer des VBB-Abos 65plus verraten ihre Lieblingsziele