Kundenbetreuung | 2018/12 - 28. Juni, S. 5


Wie finden Fahrgäste freie Sitzplätze?


Forschungsprojekt für mehr Komfort im Nah- und Regionalverkehr


Bahnreisende kennen das Problem: Gerade auf den beliebten Strecken und in Ballungsräumen sind die Züge oft sehr voll. Nur nach mühevollem Drängeln durch mehrere Waggons lässt sich mit etwas Glück ein Sitzplatz erhaschen.

Hier will das Projekt ProTrain Abhilfe schaffen. Ziel der Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist es, dass sich Fahrgäste im Zug besser verteilen und damit vorhandene freie Plätze auch tatsächlich nutzen können. Anbieter im Nah- und Regionalverkehr sollen zudem auch während der Stoßzeiten einen hohen Komfort für die Reisenden sicherstellen können.

Reisende am Bahnsteig
Foto: telefonica

Das wird erreicht, indem Reisende sowie Leitstellen mit Hilfe von Big-Data-Analysen Informationen über verfügbare Plätze erhalten. Bei starker Auslastung können dem Fahrgast auch alternative Verbindungen angeboten werden.

Im Projekt werden geeignete Kommunikationskanäle für Fahrgäste einbezogen und weiterentwickelt. Sowohl auf der Homepage als auch per App sollen die Reisenden informiert werden.

Anfang November 2017 führten Forscher an mehreren Tagen in den Zügen RE 3 (Lutherstadt Wittenberg – Berlin – Stralsund/Schwedt) und RE 5 (Wünsdorf-Waldstadt – Berlin – Rostock/Stralsund) Interviews mit den Fahrgästen durch.

Aufbauend auf dieser Befragung wurde ein Online-Fragebogen erstellt. Ziel ist es, die herausgefundenen nutzerorientierten Anforderungen der Mitfahrenden auf ihre Wichtigkeit zu untersuchen. Die Projektergebnisse sollen nach erfolgreichem Abschluss in weiteren Regionen in Deutschland umgesetzt werden.


Jetzt ganz einfach mithelfen!

Wissenschaftler des Instituts für Verkehrssystemtechnik vom DLR forschen im Rahmen des Projektes ProTrain daran, wie man Fahrgäste zielgerichtet zu freien Sitzplätzen leitet.

Einfach unter http://ts.dlr.de/umfrage/pro-train/ an der Umfrage teilnehmen und mitentscheiden, was bei diesem Thema wichtig ist.