Ausflüge | 2018/05 - 08. März, S. 6


Streifzug: Buchenwald und ehrwürdiges Kloster


Vorfrühlingswanderung zum Zisterzienserkloster


„Des Landes schönster Schmuck“, wie Karl Friedrich Schinkel das Kloster Chorin nannte, schmiegt sich an die Wälder, Wiesen und Seen des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin.

Vom Bahnhof Chorin an der Strecke des RE 3 ist das Kloster nur knapp 20 Minuten Fußweg entfernt. An einem schönen Märztag lohnt es sich allerdings, den Besuch mit einer rund neun Kilometer langen Wanderung durch den Buchenwald zu verbinden. Dazu biegen Sie vom Bahnhof aus links in die Choriner Bahnhofstraße und queren an der Schranke die Gleise.

Bald entdecken Sie den Wegweiser „Rundwanderung Kroneneiche“ und folgen nun einfach der Markierung mit dem gelben Punkt vorbei an den letzten Häusern des Ortes, über offene Wiesen und immer bergauf in den Buchenwald.

Schinkels Beitrag und regionale Kunst

Folgen Sie dem Wanderweg weiter, bis Sie nach etwa vier Kilometern auf eine alte Kopfsteinpflasterstraße stoßen. Auf dem Golzower Weg gelangen Sie wieder über die Gleise und spazieren nun auf dem mit einem blauen Strich markierten Weg, bis Sie nach etwa 20 Minuten die imposante Westfassade der gotischen Klosterkirche vor sich sehen.

Kloster Chorin

Foto: terra press

Dass das Ende des 13. Jahrhunderts errichtete Gemäuer überhaupt noch erhalten ist, verdankt es Baumeister Schinkel. Er stoppte die Praxis, die Klosteranlage als „Steinbruch“ zu missbrauchen, und setzte sich für ihren Erhalt ein. Die im letzten Jahr neu eröffnete Dauerausstellung informiert Sie über diese und andere Geschichten aus der langen „Lebenszeit“ des altehrwürdigen Baus.

Im Abthaus ist ab dem 25. März die Ausstellung „Lichtungen“ mit expessiven Landschaftsmalereien der Berliner Künstlerin Sylvia Seelmann zu sehen. Das Klostergelände ist zudem regelmäßig Kulisse für besondere Veranstaltungen, vom Jazzkonzert bis zum Weidenflechtworkshop.

An den Ostertagen erklingt Musik in der ehemaligen Kapelle, laufen die Kinder mit beim Ostereier-Parcours und lassen sich Familien von Theater und Märchenstunde unterhalten.

Am 30. März, 1. und 2. April ist ab 13 Uhr auch das nahegelegene ARTelier geöffnet, wo Andreas Bogdain seine Werke und die befreundeter Künstler zeigt.

Stärken können Sie sich zum Beispiel in der „Immenstube“ des Hotels Kloster Chorin, samstags und sonntags in der Alten Klosterschänke oder an den Ostertagen im Klostercafé. Sollten Sie kein Glück mit den Öffnungszeiten der Nebensaison haben: In Eberswalde, mit dem RE 3 zwei Stationen zurück Richtung Berlin, werden Sie auf alle Fälle fündig.

Zum Bahnhof zurück kommen Sie über den idyllischen Wanderweg am Ufer des Amtssees, die Alte Klosterallee und den Hüttenweg. Kurz hinter der Dorfkirche biegen Sie links ab in die Choriner Bahnhofstraße und nehmen schon bald Platz in den bequemen Sitzen des RE 3.

M. Göttsching
 
Anreise

Hinfahrt: z.B. mit RE 3
um 9.12 Uhr* ab Berlin Hbf bis Chorin

Rückfahrt: z.B. RE 3 um 18:41 Uhr*

Fahrzeit: ca. 1 Stunde 5 Minuten

* Bitte beachten: Der RE 3 fährt vom 10. bis 13. März ab/bis Berlin-Lichtenberg. Bitte vorab die aktuelle Verbindung in der App, auf bahn.de oder VBB.de prüfen.


Ticket-Tipp

Brandenburg-Berlin-Ticket  für bis zu 5 Personen
bahn.de/brandenburg
| VBB.de
 

Veranstaltungstipps im Kloster Chorin
 
17. März, 16 Uhr
Jazzkonzert „Klang der Zeit“  

24. März, 14 Uhr
Weidenflechtwerke
von Designerin Andrea Tuve

25. März, 11 Uhr
Vernissage „Lichtungen“
mit Malerin Sylvia Seelmann

30. März bis 2. April, 9 bis 18 Uhr
Familien- und Konzertprogramm
Ostertage Chorin

www.kloster-chorin.org

Die Tourempfehlung „Durch Buchenwälder zum Zisterzienserkloster“ mit Offline-Karte und nützlichen Serviceinfos gibt’s mit DB Ausflug kostenfrei aufs Smartphone.

Smartphone

Tipp: Der rote Button in der Tourempfehlung führt direkt zur Anreiseplanung anhand der aktuellen Fahrplandaten.

Dauer: ca. 5 h, Strecke: 9 km