Bauen | 2017/19 - 12. Oktober, S. 12


So hört sich die Dresdner Bahn an


Infopunkt am S-Bahnhof Lichtenrade eröffnet


Am Ostkreuz avancierte der Infopunkt im Baucontainer schnell zur Anlaufstelle für all jene, die mehr zur Großbaustelle wissen wollten. Der dortige Inforaum ist nun kurz vor Fertigstellung des Ostkreuzes geschlossen worden, aber für das Großprojekt Dresdner Bahn wird das Konzept des direkten Austauschs mit Anwohnern und Interessierten fortgeführt.

Am 20. September wurde auf dem Bahnhof Lichtenrade ein interaktiver Infopunkt eröffnet. Dienstags von 14 bis 16 Uhr steht Ludwig Neuenkirch, der zuvor am Ostkreuz als Bürgerbeauftragter fungierte, im ehemaligen Zugabfertigerhaus den Besuchern Rede und Antwort. Im Gegensatz zum Ostkreuz ist in Lichtenrade auch das eigene Erkunden des Projekts möglich. So kann jeder über interaktive Monitore die verschiedenen Themenbereiche zum Vorhaben abrufen. Filme, Grafiken und Animationen veranschaulichen dabei die zum Teil komplexen Inhalte.

Dresdner Bahn
Holger Ludewig, Projektleiter bei der DB Netz AG, zeigt die Akustik-Simulation.
Fotos: André Groth

Besonders stolz ist man auf die Akustik-Simulation, bei der über Kopfhörer die Wirkung verschiedener Lärmschutzwandhöhen an unterschiedlichen Standpunkten in Lichtenrade erlebt werden kann. „Mit der Simulation, die in Zusammenarbeit mit dem Frauenhofer Heinrich-Hertz-Institut entwickelt wurde, kann jeder selbst hören, wie sich unsere Schallschutzmaßnahmen auf die Akustik­kulisse auswirken“, so Holger Ludewig, Projektleiter bei der DB Netz AG für das Großprojekt.

Ludwig Neukirch
Ludwig Neuenkirch empfängt Interessierte im neuen Infopunkt auf dem Bahnsteig.

Im Oktober sind bauvorbereitende Maßnahmen für die Dresdner Bahn gestartet. Dazu gehören Baumfäll­arbeiten zwischen Lichtenrade und der Stadtgrenze sowie in Richtung Marienfelde. Im November geht es mit dem Bau einer temporären Fußgängerbrücke am Bahnübergang an der Säntisstraße weiter.

Claudia Braun