Ausflüge | 2017/15 - 03. August, S. 8


Von Ufer zu Ufer – über den Nieder Neuendorfer See


Auf dieser Tour durchstreifen Sie die von Gewässern durchzogene Landschaft um Hennigsdorf sowie das ehemalige Grenzgebiet der DDR – und erleben einen unvergesslichen Tag an den Ufern von Havel, Nieder Neuendorfer See und Heiligensee.

Start: S-Bf Hennigsdorf
Ziel: S-Bf Hennigsdorf
Linie: S 25
Länge: ca. 20 km
Dauer: ca. 4 Stunden
Weitere Touren unter www.s-bahn-berlin.de/ausfluege

 

Karte
Karte: Terra Press

Verlassen Sie den S-Bahnhof Hennigsdorf in Richtung Postplatz und halten Sie sich direkt links. Am Bahndamm entlang führt der Weg bis zur Neuendorfstraße. Biegen Sie rechts in diese ein, welche wenig später in die Spandauer Allee übergeht. Ihre Strecke führt am Bombardier-Werk vorbei und über den Havelkanal.

Oberhavel
Der Oberhavelsteg lädt ein, die Aussicht zu genießen.
Foto: via reise verlag/Janina Johannsen

Kurz hinter der Brücke wechseln Sie die Straßenseite und setzen Ihre Tour auf der Uferpromenade direkt am Nieder Neuendorfer See fort. Genießen Sie den herrlichen Ausblick über das Wasser und das Treiben, bis Sie zu der Holzskulpturengruppe „Von Ufer zu Ufer" Punkt1 gelangen. Weiter geht es auf dem Rad- und Wanderweg durch ehemaliges Grenzgebiet, vorbei am Grenzturm Nieder Neuendorf Punkt2 in einen Kiefernwald. Folgen Sie dem Berliner Mauerweg oder wandern Sie direkt am Ufer entlang, bis Sie auf die Gaststätte „Jagdhaus“ treffen.

Hier können Sie verschnaufen und sich mit leckerer Hausmannskost stärken. Der Weg führt weiter, vorbei an der Badestelle „Bürgerablage“, bis zum Oberhavelsteg – einem schönen Aussichtspunkt. Danach geht es auf dem Rustweg weiter zum Fährhaus Spandau, von wo aus Sie die Fähre Punkt3 ganzjährig auf die andere Seite bringt. Dort angekommen geht es sofort links auf dem Rad- und Fußgängerweg weiter, dem Sie jetzt etwa 2,5 Kilometer am wunderschönen, baumbestandenen Ostufer des Sees entlang, vorbei an Bootsstegen und Badestellen, bis zur Sandhauser Straße folgen.

Auf diese biegen Sie links ein und passieren nach einem weiteren Kilometer das nostalgische Seebad Heiligensee Punkt4 am gleichnamigen Gewässer. Über die Brücke zwischen Heiligensee und Havel gelangen Sie in den idyllischen Ortskern von Alt-Heiligensee. Die gleichnamige Straße führt bis an eine Kreuzung, an der Sie links in die Hennigsdorfer Straße einbiegen.

Nach knapp 2 Kilometern erreichen Sie die Bahnunterführung und haben nun die Wahl: rechts zum S-Bahnhof Heiligensee abkürzen oder links Ihre Runde vollenden. Auf der Ruppiner Chaussee geht es, vorbei am Kletterwald CLIMB UP! Punkt5, bis zu einem Kreisverkehr. Folgen Sie der Beschilderung Richtung Zentrum. Linker Hand sehen Sie kurze Zeit später die Martin-Luther-Kirche Punkt6 .

Vor dem Alten Rathaus, das in der Hauptstraße gleich hinter der Kirche steht, biegen Sie noch einmal rechts ab und erreichen den S-Bahnhof Hennigsdorf.
 

Stadtinformation Hennigsdorf
Rathausplatz 1, 16761 Hennigsdorf
03302 877-320

 


Tourhighlight Punkt1
Skulpturengruppe „Von Ufer zu Ufer“

Skulpturen
Foto: via reise verlag/Janina Johannsen

Direkt am Nieder Neuendorfer See verlief einst ein Postenweg der DDR-Grenztruppen. Die Mauer versperrte damals den Anwohnern jeden Blick auf den See. Nach dem Fall der Mauer wurde am 11. Juli 2000, im Zuge der Umgestaltung der Uferpromenade, die von Lothar Oertel geschaffene Skulpturengruppe eingeweiht. Bis heute erhalten ist ein auf fünf Eichenstämmen liegendes Boot, das in Richtung Heiligensee – auf der anderen Uferseite – weist.


Tourhighlight Punkt2
Grenzturm Nieder Neuendorf

Grenzturm
Foto: via reise verlag/Klaus Scheddel

In der Mitte des Nieder Neuendorfer Sees verlief die Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland. Auf einer künstlichen Anhöhe wurde der Grenzturm errichtet – er ist heute einer der wenigen erhaltenen Wachtürme der DDR. In seinem Inneren lädt ein Dokumentationszentrum dazu ein, sich mit der Geschichte der deutschen Teilung zu beschäftigen.
Öffnungszeiten (bis 3.10.2017):
Di-So, feiertags 10-18 Uhr


Tourhighlight Punkt3
Fähre nach Tegelort

Tegelort
Foto: via reise verlag/Klaus Scheddel

In nur wenigen Minuten können Sie ganzjährig mit der Fähre vom Fährhaus Spandau zum anderen Ufer übersetzen.
Egal ob mit dem Auto, LKW, Fahrrad, Pferd oder zu Fuß – diese Fähre nimmt gegen einen kleinen Obolus alle mit. Kleine Gäste können sich auf einem Abenteuerspielplatz hinter dem Fährhaus Spandau die Wartezeit verkürzen.


Tourhighlight Punkt4
Seebad Heiligensee

Heiligensee
Foto via reise verlag/Klaus Scheddel:

Der Heiligensee ist ein Privatsee und steht seit 1969 unter Naturschutz. Das 1906 errichtete Seebad bietet den einzigen Zugang zum sonst umzäunten Gewässer. Mit seinem langen Steg, seinem drei Meter hohen Sprungturm und der Elefanten-Kinderrutsche ist das traditionsreiche Strandbad für viele Berliner ein Geheimtipp.
Sandhauser Straße 132, 13503 Berlin
Saisonale Öffnungszeiten: tgl. 9-19 Uhr
Preise: 3,50 €, Kinder 2,00 €, Rentner 2,50 €.


Tourhighlight Punkt5
Kletterwald CLIMB UP!

Kletterwald
Foto: Felix Ram

Auf 15 Kletter- und Speed-parcours wartet so manche Herausforderung auf die ganze Familie, aber auch jede
Menge Spaß und neue Erfahrungen. Planen Sie etwa 2,5 Stunden ein, um sich den insgesamt 2,9 Kilometern langen Abschnitten hoch über dem Boden zu stellen.
Ruppiner Chaussee 99, 16761 Henningsdorf
www.climbup.de


Tourhighlight Punkt6
Martin-Luther-Kirche

Martin-Luther-Kirche
Foto: via reise verlag/Klaus Scheddel

Die neuromanische Martin-Luther-Kirche, erbaut nach dem Entwurf von J. H. Becker und Korrekturen von F. A. Stüler, wurde 1855 eingeweiht. Sie ist ein wesentlicher Vertreter des protestantischen Kirchenbaus in Preußen in der zweiten Hälfte des
19. Jahrhunderts. Der heutige offene Glockenturm wurde 1948 wieder eingeweiht, nachdem die Kirche 1945 teilweise zerstört wurde.
Hauptstraße 1, 16761 Hennigsdorf


Gastro-Tipp   
Jagdhaus

Jagdhaus
Foto: via reise verlag/Klaus Scheddel
(deftige Hausmannskost)
Niederneuendorfer Allee 80
13587 Berlin
www.jagdhaus-berlin.de


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