Technik | 2017/03 - 09. Februar, S. 6


Angenehme Temperaturen dank Klimaanlage


Kundenwunsch nach verschlossenen Klappfenstern soll umgesetzt werden


Das Temperaturempfinden der Fahrgäste ist oft unterschiedlich. Während beispielsweise im Sommer die einen alle Fenster öffnen, weil ihnen heiß ist, stört andere die Zugluft.

Fahrgäste in der künftigen S-Bahn für das Teilnetz Ring/Südost brauchen solche Meinungsverschiedenheiten nicht mehr zu fürchten. Wie Annekatrin Westphal, Leiterin Fahrgastmarketing, erklärt, werden alle Wagen über eine Klimaanlage verfügen.

Klappfenster
So sehen die Windfänge der neuen S-Bahn aus. (Foto: André Groth)
 

Diese dient zur Heizung, Lüftung, Kühlung und Entfeuchtung der Raumluft. Ein ausgeklügeltes Luftkanalsystem sorgt dabei für die gleichmäßige Luftverteilung. Durch Warmluft von unten beziehungsweise Kaltluft von oben entsteht ein angenehmes Raumklima.

Die Kühlung orientiert sich dabei an der Außentemperatur und regelt wenige Grad herunter, so dass auch im Sommer niemand friert. Außerdem zeichnet sich die Anlage durch hohe Ausfallsicherheit aus.

„Die Klappfenster können künftig nicht mehr von den Fahrgästen geöffnet werden“, erklärt Westphal. Das hatten sich Tester bei den Begehungen des S-Bahn-Modells gewünscht. Schließlich wäre das unkontrollierte Öffnen auch kontraproduktiv zur Klimaanlage. Wenn es zu einer Störung kommt, wird der Triebfahrzeugführer die Fenster natürlich öffnen können.

Die S-Bahn Berlin arbeitet mit dem Herstellerkonsortium an einer entsprechenden Lösung. Die Windfangwände sind so gestaltet, dass der Sitzbereich bestmöglich vor einströmender Warm- beziehungsweise Kaltluft geschützt wird. Außerdem schließen die Türen automatisch, nachdem der letzte Fahrgast ein- oder ausgestiegen ist, was dem Zusammenspiel mit der Klimaanlage ebenfalls dienlich ist.

cb