Kundenbetreuung | 2017/21 - 09. November, S. 20


Emil und der rote Knopf


punkt 3-Gewinnspiel: Führerstandmitfahrt im IRE Berlin-Hamburg


„Was ist das für ein Knopf? Wann kommt der nächste Bahnhof? Und was ist das da?“ Neugierig schaut sich der sechsjährige Emil im Führerstand des IRE Berlin-Hamburg um. Am liebsten würde er alle Knöpfe drücken und alles ausprobieren. Geduldig erklärt ihm Triebfahrzeugführer Hagen Scholz alles, was er wissen will.

Führerstand

Glückliche Gewinner: Siegfried und Monika Götze mit Enkel Emil vor dem IRE Berlin-Hamburg
Fotos (2): André Groth

Zusammen mit seinem Großvater Siegfried Götze darf Emil im IRE von Berlin nach Hamburg vorne neben dem Triebfahrzeugführer mitfahren. Zwei Wochen zuvor hatte Siegfried Götze die Verlosung in der punkt 3-Zeitung entdeckt und gleich die Gewinnspielfrage per E-Mail beantwortet. Seine Frau Monika, die im IRE-Abteil Platz genommen hat, bringt von ihren S-Bahn-Fahrten regelmäßig die punkt 3 nach Hause.

„Als ich das gelesen habe, war ich schon aufgeregt“, erklärt der rüstige Senior mit einem Strahlen in den Augen. „Ich dachte aber, wir hätten gar keine Chance unter den vielen Einsendungen.“ Umso größer war die Freude, als der Anruf kam und der Traum von der Führerstandmitfahrt für Opa und Enkel wahr wurde. Denn nicht nur Emil kommt aus dem Staunen nicht mehr raus, auch Siegfried Götze ist Feuer und Flamme. „Schon als ich vor 1.000 Jahren jung war“, erklärt er humorvoll, „wollte ich mal vorne auf der Lok mitfahren“.

Führerstand

Am Bahnhof Zoologischer Garten darf Emil sogar kurz selbst auf dem Platz des Triebfahrzeugführers sitzen.

Und so fachsimpelt Siegfried Götze gut gelaunt mit Triebfahrzeugführer Hagen Scholz, während Emil mal selbst etwas fragt, mal fröhlich „düt, düt!“ ruft, wenn das Tuten ertönt, oder über einen vorbeisausenden ICE staunt. „Ob der Lokführer davon wohl auch so nett ist?“, überlegt er laut.

Spannende Schalter und „Sifa“ in Aktion

Der rote Knopf, der Emil als erstes auffiel, ist übrigens die Notbremse. Weitere Schalter und Knöpfe sind für die Zugbeeinflussung, die Türen und die Beschleunigung da. „Das da“ ist das Pedal für die „Sifa“, die Sicherheitsfahrschaltung. Das Funkgerät und das Mikrofon für die Durchsagen an die Fahrgäste inspiziert Emil ebenfalls ganz genau – und passt dabei gut auf, nichts anzufassen.

Auf der sogenannten Schnellfahrstrecke Berlin – Wolfsburg zieht der Zug ordentlich an. Bis zu 250 Kilometer pro Stunde sind hier erlaubt, der IRE schafft 230. Am liebsten würde Emil noch viel schneller fahren. Schließlich möchte er aber doch zu Oma ins Abteil, denn der Führerstand hat einen Nachteil: „Der ist ganz schön klein, um fangen zu spielen ...“ Also wird mit Oma im Abteil herumgealbert und UNO gespielt, bis Hamburg erreicht ist.  Siegfried Götze allerdings bleibt vorne. Dieses Erlebnis lässt er sich nicht entgehen.

Martina Göttsching

Der IRE Berlin-Hamburg verbindet die beiden Metropolen täglich zum günstigen Festpreis von 19,90 € für die einfache Fahrt bzw. 29,90 € für Hin- und Rückfahrt innerhalb von 15 Tagen und hält unterwegs in Stendal, Salzwedel, Uelzen und Lüneburg.

Alle Informationen sowie die aktuellen Fahrpläne sind auf bahn.de/berlin-hamburg zu finden. Tickets sind online, per DB Navigator-App sowie an allen Verkaufsstellen und Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn, der S-Bahn-Berlin und der BVG erhältlich.